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Kritiken zum deutschen Kinostart

Arnon Goldfinger hat ein Tabu gebrochen: Er erzählt in einem Dokumentarfilm das Unsagbare - die Geschichte einer Freundschaft zwischen einer Judenfamilie und einer Nazifamilie - und bringt damit Israel ganz neu zum Sprechen.
Tagesspiegel

Ein radikaler, ehrlicher Film, der - ein schieres Wunder - zugleich direkt und subtil erzählt ist.
Frankfurter Rundschau

Jemand zieht die Jalousien hoch, lässt Licht in die Wohnung fallen und wirbelt dabei auch den Staub auf, der nun erst sichtbar wird. Durch die Objektwelt hindurch versucht dieser Film noch einmal zu der persönlichen Betroffenheit vorzudringen, die sich hinter den Äußerlichkeiten verbirgt.
Taz

Der Filmemacher betreibt seine Recherchen nicht aus auftrumpfender Rechthaberei, sondern mit höflicher Beharrlichkeit.
Freitag

Immer fesselnder und faszinierender wird der Dokumentarfilm über ‚die Wohnung', einem Detektivfilm gleich, bei dem sich immer mehr Puzzleteile zu einem fast stimmigen Gesamtbild fügen.
Hamburger Abendblatt

Psychologisch ist Die Wohnung ebenso dicht und packend wie der Film historisch lehrreich ist. Man muss Goldfinger dankbar sein für seinen Mut zur Subjektivität, die niemals privatistisch bleibt. Ihr Lohn ist ein Film von seltener menschlicher Tiefe.
Kölner Stadtanzeiger

So spannend, verblüffend, bewegend und berreichernd, dass es schlicht unmöglich ist, von Die Wohnung nicht gefesselt zu sein!
Sächsische Zeitung

Der detektivisch angelegte Film zieht einen in seinen Bann.
Süddeutsche Zeitung

Nicht um die Toten geht es in diesem beharrlich nachfragenden Familienbericht, sondern um die Hinterbliebenen, den Regisseur eingeschlossen. Das Leben nimmt von nationalen Tabus wenig Notiz.
FAZ

Goldfinger wird vom anfänglich außenstehenden Dokumentarfilmer zum Protagonisten, der mit seinem Schmerz und seiner Betroffenheit den Zuschauer zutiefst berührt und nachdenklich stimmt.
Saarbrücker Zeitung

Geschichte wird zum Krimi!
LVZ

Die Wohnung ist in ruhigem Ton und warmen Bildern gehalten, gefühlvoll und sachlich zugleich. Es geht nie um Abrechnung oder Schuldzuweisungen. Der Film will das Unfassbare verstehen und lässt den Zuschauer bei diesem Versuch mitmachen. Diese Erzählweise macht Die Wohnung zu einer intensiven Filmerfahrung wie zu einem wichtigen Dokument der jüdischen und deutschen Geschichte.
Jüdische Allgemeine

Eine fesselnde Spurensuche. Der Regisseur baut eine Spannung auf, die teilweise an einen Kriminalfilm erinnert. Ein eindringliches Zeitdokument über das Schweigen.
Die Tagespost

Uns klar zu machen, dass diese große, umfassende Wühlarbeit nicht zu Ende ist, vielmehr dass sie auf einer bestimmten Ebene erst begonnen hat und weitergehen muss, ist die große Leistung dieses Films.
NDR Kultur

Eine schier unglaubliche Geschichte, wie sie wohl nur das Leben schreiben kann!
Zitty

Eindrucksvoll demonstriert Arnon Goldfinger, wie man eine sehr persönliche Familiengeschichte mit den großen Entwicklungslinien der Geschichte des 20. Jahrhunderts so geschickt verknüpft, das daraus fast eine Detektivstory wird.
Filmecho / Filmwoche

So ist Die Wohnung einerseits ein sehr persönlicher Film über eine Familiengeschichte im Kontext des Holocausts, andererseits aber auch ein bewegendes Dokument über das Schweigen der Nachkriegszeit. Auf Seiten der Täter, aber auch auf Seiten der Opfer.
Filmdienst

Die Wohnung ist aber vor allem deshalb so grandios, weil er über die Geschichte der Tuchlers hinausweist und nicht im rein Spektakulären steckenbleibt. Letztendlich beobachtet sich Goldfinger selbst dabei, wie er einen Schlüssel zum Verständnis einer immer unverständlicher werdenden Vergangenheit sucht.
programmkino.de

Goldfinger weiß spannend und ohne Betroffenheitskitsch zu erzählen - das unterscheidet den Film deutlich von Guido Knoppschen Zeitzeugendramen zwecks versöhnlicher Vergangenheitsverabschiedung.
Konkret

Diese Spurensuche in Tel Aviv und Deutschland wurde in Israel als faszinierendes Geschichtsdokument gefeiert. Die intime Doku sollte man sich auch hier nicht entgehen lassen.
Kulturspiegel

Kritiken zum israelischen Kinostart

Arnon Goldfingers zauberhafter Film Die Wohnung ist einer der verblüffendsten und wichtigsten Dokumentarfilme, die in den letzten zehn Jahren in Israel entstanden sind. Nicht nur wegen seiner unglaublichen Geschichte, seiner feinen Erzählweise, oder seiner perfekten Form, sondern vor allem auch wegen der Komplexität seiner Themen und den Emotionen, die er in den Zuschauern hervorruft.
Yehuda Stav, Yediot Aharonot

Eine unglaubliche Saga, die uns nicht nur in die Geschichte einer Familie hineinzieht, sondern auch in die vielschichtigen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland. Die Wohnung ist nicht nur einer der großartigsten Dokumentarfilme, die jemals hier gedreht wurden, sondern auch eine der wichtigsten Beiträge überhaupt über das niemals abzuschließende Verhältnis zweier Länder und Nationen.
Avner Shavit, Walla

Goldfinger bringt die Leinwand zum Leuchten, schickt uns auf eine aufregende Reise und präsentiert uns in bewundernswürdiger Art und Weise eine hochkomplexe Erzählung. Wie bei einer Zwiebel wird sorgsam Schicht um Schicht freigelegt. Ein beeindruckender Film, raffiniert und mitreißend.
Meir Schnitzer, Ma’ariv

Das ist nicht nur ein spannender Film, sondern auch ein faszinierendes Dokument, das einen neuen, nachdenklichen Blick darauf wagt, wie die zweite und dritte Generation von HolocaustÜberlebenden mit Erinnerung und Geschichte umgehen und darauf, wie schwierig und komplex die Beziehungen zwischen den Israelis und den Deutschen seit dem Zweiten Weltkrieg ist. Außerdem rührt der Film an Fragen der Identität und Zugehörigkeit, Unterdrückung und Gedenken und schafft es dabei, uns daran zu erinnern, wie wichtig diese Fragen sind.
Nirit Anderman, Ha’aretz

Dramatische Szenen, vollgesogen mit Ironie, wie sie nur ein außergewöhnlich talentierter Drehbuchschreiber oder eben die Realität (mithilfe eines klugen Dokumentarfilmers) mit solcher Präzision schreiben kann! Das aufgeladene Drama gegenseitiger Verdrängung in einem spannenden Dokumentarfilm, punktgenau und bewegend inszeniert, voller überraschender und ehrlicher Einblicke, die einem bisher verwehrt waren.
Yael Shuv, Time out Tel Aviv

Die Wohnung etabliert die dritte Generation der Holocaust-Überlebenden als erste, die das Verdrängen und Unterdrücken durchbricht und durch den Versuch der Heilung und historischer Wahrheitsfindung ersetzt. Ein exzellenter Dokumentarfilm, klug, gut geschrieben, wunderbar montiert und gefühlvoll inszeniert.
Zohar Wagner, City Mouse Tel Aviv

Eine unscheinbare Wohnung wird zu einer Menschen und Nationen ergreifenden Geschichte. Ein wichtiger und faszinierender Film.
Shmulik Duvdevani, Ynet

Eine Reise und persönliche Herausforderung wird zu einem aufregenden psychologischen Detektivfilm, einer aufreibenden und inquisitorischen Untersuchung... Goldfinger, Dozent für Film, gibt uns eine faszinierende und sehr zu empfehlende Lektion in Dokumentarfilm!
Zach Oryan, Post Israel

Einer der wunderbarsten, fesselndsten und anregenden Erzählungen, die man dieses Jahr im Kino sehen kann. Aber Goldfingers Film leistet mehr als nur eine faszinierende Geschichte zu präsentieren – er holt Unglaubliches aus einer simplen Ausgangssituation heraus und entdeckt ungeahnte Dimensionen hinter einzelnen Dingen, die ansonsten keinen Ort mehr in unserer Welt zu haben scheinen.
Srita the Israeli cinema site